Baugebiet Wartenberg West II

Marktgemeinderat August Groh

07. Juni 2015

In der Sitzung vom 22. April 2015 wurde vom Marktgemeinderat der Bebauungsplan den Bauabschnitt II von Wartenberg West gegen die Stimmen der SPD Marktgemeinderäte genehmigt.

Mit diesem Artikel soll ausführlich erläutert werden, wie diese Entscheidung zustande kam.

Mitte 2014 konnte im Anschluss an das Baugebiet Wartenberg West I ein ca. 20.000 Quadratmeter großes Grundstück erworben werden. Wie im ersten Bauabschnitt von Wartenberg West sollten auch hier Grundstücke im Einheimischen-Modell den Wartenberger Bürgerinnen und Bürger angeboten werden.

In der oben genannten Marktgemeinderatssitzung wurden dem Gremium die Pläne A, B und C vorgestellt.

Auf die Frage, warum denn diese nicht den Räten vorab verteilt wurden, wurde seitens des Bürgermeisters gesagt, dass bis zum Schluss noch daran gearbeitet wurde. Außerdem wäre er laut Gemeindeordnung nicht verpflichtet, Unterlagen vor einer Sitzung zu verteilen.

Die Pläne A und B, auf denen Baugrundstücke mit ca. 450 - 500 Quadratmeter Grundstücksgröße ausgewiesen werden könnten, wurden so schnell verworfen, so dass kaum Gelegenheit bestand, sie detailliert zu studieren und zu diskutieren. So wurde auf die geplante Stichstraße verzichtet, die in Wohngebieten erwiesenermaßen zur Beruhigung des Straßenverkehrs beiträgt, und eine Durchgangsstraße auf Kosten von zwei Grundstücken vorgeschlagen.

Mit dem Plan C, der dann als der Non-Plus-Ultra Vorschlag favorisiert wurde, fiel ein weiteres Grundstück weg, sodass am Schluss ein Bebauung mit 24 Einzelhäuser und 8 Doppel- bzw. Reihenhäuser zustande kam. Die mittlere Parzellengröße betrug 490 Quadratmeter.

Bevor der Plan C zur Abstimmung stand, meldete sich Marktrat Gerstner zu Wort und fragte, ob man denn nicht einem Ansinnen der dem neuen Baugebiet angrenzenden Bewohner näher treten könnte. Diese Anlieger würden gerne im Anschluss an ihre Grundstücke einen Streifen in Länge ihres Grundstückes und in einer Tiefe von 5 Meter käuflich erwerben.

Bürgermeister Ranft zeigte daraufhin einen weiteren, bereits vorbereiteten Plan "C", der genau dies berücksichtigte. 9 der neu geplanten Grundstücke wurden auf diesem Plan um 5 Meter kleiner gemacht, sodass die Grundstücke besagter Anlieger des alten Baugebietes um einen 5 Meterstreifen und damit zwischen 115 und 165 Quadratmeter vergrößert werden. Die mittlere Parzellengröße im neuen Baugebiet beträgt dann nur noch 468 Quadratmeter.

Gleichzeitig teilte er mit, dass ihm schriftlich vorliege, dass von den Anliegern des Baugebietes West I dieser Streifen käuflich erworben werden würde.

Um den Einwand, dass hier einseitig die Grundstücke, die entlang des alten Baugebietes erworben werden, auf Kosten der Grundstückserweiterung einiger weniger verkleinert werden, zu entkräften, wurde die geplante Durchgangsstraße verschoben, sodass sich die Minderung der zu verplanende Fläche einiger Maßen gleichmäßig über alle neuen Grundstücke verteilt.

Diesen Plan bezeichnete dann 2. Bürgermeister Schickinger sogar als "sozial verträglich", da die Grundstücke ja insgesamt kleiner werden würden und sich die Bauwerber es sich dann eher leisten könnten.

Der abgeänderte Plan "C" wurde dann gegen die Stimmen der SPD genehmigt, die 5 Anlieger aus dem ersten Bauabschnitt können einen Streifen von 5 Meter zu einem noch festzulegenden marktüblichen Preis erwerben.

Zur Veranschaulichung finden Sie hier eine graphische Darstellung: Bebauungsplan (PDF, 815 kB)

Wartenberg, 3. Juni 2015

SPD Marktgemeinderäte August Groh, Michael Gruber und Michael Paulini

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