Leserbrief von Michael Gruber zu Münchner Merkur Artikel zum Thema ÖPNV

22. September 2019

Im Münchner Merkur erschien am 12.9.19 ein Bericht mit der Überschrift "Bockhorn bremst besseren Busverkehr aus" und dazu Kommentar von Hans Moritz.

Dazu hat Michael Gruber folgenden Leserbrief eingereicht:

Der Bürgermeister und Landratskandidat Hans Schreiner und die Gemeinde Bockhorn haben vollkommen recht, dass der ÖPNV als überörtlicher Verkehr zu 100% eine Aufgabe des Landkreises sein muss. Der unsägliche Grundsatzbeschluss des Kreistages ist die Ursache dafür, dass Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften gegeneinander ausgespielt werden. Mein Vorschlag zeigte hier, wie übrigens auch schon in Wartenberg auf, dass es genau zu diesen kommunalen Zwangsentscheidungen kommt, wenn der Landkreis sich weiterhin weigert das Busnetz zum Interessenausgleich aller zu 100% zu verantworten, zu steuern und selbstverständlich auch zu bezahlen. Es ist ein Unding einzelne Gemeinden, mit zum Teil einzelnen Haltestellen und wenig Einwohnern, durch die die Linien fahren, zu Zahlungen zu zwingen. Dass das passiert ist die Schuld der CSU und des Landrats. Es ist bedauerlich und ungerecht, dass Gemeinden wie Bockhorn, Wartenberg, Fraunberg, Taufkirchen und viele andere mit ihren eigenen Steuermitteln den Landkreis von Kosten entlasten. In seinem Kommentar konstruiert Herr Hans Moritz eine Uneinigkeit und Fragilität der Unterstützer von Hans Schreiner. Das Gegenteil ist der Fall. Mein Vorschlag wird die Diskussion weiter am Leben erhalten und Herr Hans Schreiner wird durch seine klare und aufrechte Haltung immer mehr Wähler gewinnen. Ich bin sicher als gewählter Landrat wird er den Grundsatzbeschluss unverzüglich aufheben. Bis dahin müssen sich die Gemeinden dieses Landkreises leider weiterhin zwischen Pest oder Cholera entscheiden. Landkreisbusse selber bezahlen oder durchfahren lassen.

Michael Gruber, Kreisrat, Marktgemeinderat, Bürgermeisterkandidat

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